LG Frankfurt a.M.: Unterlassungsanspruch eines Wohnungseigentümers wegen zweckbestimmungswidrigen Gebrauchs einer Wohnung als Arztpraxis

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1. Allein der von einem Wohnungseigentümer praktizierte Gebrauch, der der Zweckbestimmung widerspricht, begründet noch keinen Unterlassungsanspruch der übrigen Wohnungseigentümer. Diese können nur dann Unterlassung des zweckbestimmungswidrigen Gebrauchs verlangen, wenn dieser mehr stört als der zweckbestimmungsgemäße Gebrauch.
2. Aufgrund der höher zu erwartenden Fluktuation einer Arztpraxis im Vergleich zu einer Wohnung ist von einer größeren Störung der übrigen Wohnungseigentümer auszugehen. LG Frankfurt a.M., Beschluss v. 23.10.2017, Az. 2-09 S 49/17

Author: RAe Kasburg und Klein

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